90 Familien: Ein Name

Unsere Genossenschaft besteht aus 90 Familien. Kompromisslos erzeugen sie in ihren kleinen Parzellen Trauben für großartige Weine und überlassen dabei nichts dem Zufall. Ihr handwerkliches Können, die seit Generationen überlieferte Erfahrung und die Unermüdlichkeit jedes Einzelnen machen uns zu einem der besten Weinerzeuger der Region.

Die Andersdenker-Regeln:

1. Wir denken nicht in Jahrgängen, sondern in Generationen.

2. Kleine Winzerfamilien garantieren bessere Trauben.

3. Vorbilder werden jedes Jahr ein Stück besser.

4. Jeder Wein hat seinen Weinberg.

5. Im Keller lässt sich nichts mehr richten.

6. Alles ist ein Teil des Ganzen.

7. Der Stil folgt unserer Persönlichkeit.

1. Wir denken nicht in Jahrgängen, sondern in Generationen.

Unsere Winzerfamilien und unsere Genossenschaft übernehmen bei ihrem Wirtschaften Verantwortung für die Umwelt und den Erhalt unserer Ressourcen. Die Genossenschaft wird darüber hinaus daran gemessen für eine gerechte Entlohnung unserer Winzerfamilien zu sorgen und ihren Beitrag zu einem Erhalt der ländlichen Strukturen in unseren Winzerdörfern zu leisten.


Im Rahmen unserer Traubenerzeugungsbedingungen und Qualitätsregeln sind für alle unsere Mitglieder verbindliche Festlegungen zur Bewirtschaftung der Weinberge beschlossen. Der Einsatz von Glyphosat ist in unseren Weinbergen verboten! Darüber hinaus reduzieren wir kontinuierlich den Einsatz von Pestiziden. So werden Beikräuter im Weinberg möglichst mechanisch reguliert. Traubenwickler können in den meisten unserer Flächen mittels Pheromonen ( Verwirrmethode ) keinen Schaden anrichten, was Insektizide überflüssig macht.

Wir arbeiten mit unseren Familien daran Böden und Grundwasser zu schützen. Alle Trester werden wieder als Kompost in den Weinbergen ausgebracht und unsere Genossenschaft bezuschusst die Einsaat artenreicher und speziell zusammengesetzter Begrünungen. Diese Einsaaten erhöhen den Humusgehalt der Weinbergsböden, fördern das Bodenleben und die Wasserinfiltration bei Niederschlägen. Zudem wird von dem Leguminosenanteil Stickstoff aus der Luft fixiert und die Begrünung stellt einen vielfältigen Lebensraum für Insekten dar. In den meisten Parzellen wird mineralischer Stickstoffdünger schon seit Jahren nicht mehr verwendet, eine Verwendung erfolgt nur in Ausnahmefällen und in geringen Mengen ( < 30 kgN/ha ) , die nicht in das Grundwasser ausgewaschen werden.

Unsere Genossenschaft verpflichtet sich sukzessive zu einer nachhaltigeren und ressourcenschonenden Wirtschaftsweise zu kommen. Wir beziehen bereits heute ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen und erzeugen ca 25 % unseres Verbrauches selbst. Das für unsere Etiketten und Kartonagen verwendete Papier ist FSC zertifiziert und wird aus Holz von nachhaltig produzierten Wäldern hergestellt. Der Weinversand mittels Paketdienst erfolgt zertifiziert klimaneutral.

Unsere Genossenschaft übernimmt eine soziale und strukturelle Verantwortung in unseren Winzerdörfern. Die Weinbergsbewirtschaftung ist für einige unserer Familien die Existenzgrundlage, für viele liefert es ein Zusatzeinkommen in die Familie. Wir möchten unseren Familien für ihr Schaffen einen fairen Lohn liefern. Das Wirtschaften unserer Familien muss ausreichend rentabel sein, damit nicht auf Kosten der natürlichen Ressourcen unseres Ökosystems gewirtschaftet wird oder die Klein- und Kleinstbetriebe aufgeben. Die Weinbergsarbeit unserer vielen kleinen Winzerfamilien hilft auch der Gesellschaft, indem sie die kleinstrukturierte fränkische Kulturlandschaft und ein vielfältiges dörfliches Leben mit regionaler Brauchtumspflege erhält.

Benno Then, seit 30 Jahren Teil der Genossenschaft. Pia Kempf, Genossenschaftswinzerin seit 2010. Reinhard Gräfner, Genossenschaftswinzer seit 1983, engagierte sich 27 Jahre ehrenamtlich im Aufsichtsrat der Genossenschaft.

2. Kleine Winzerfamilien garantieren bessere Trauben.

Jeden Handgriff im Weinberg selber machen – das schaffen die Großen nicht.
Für unsere 90 kleinen Winzerfamilien ist das selbstverständlich, sie kennen jeden Rebstock und sehen täglich nach dem Rechten.


Die Hege und Pflege der Rebstöcke wird über die Generationen hinweg von den Familienmitgliedern mit Herzblut, Erfahrung und Respekt vor dem eigenen Weinberg ausgeführt. WINZER SOMMERACH – die Genossenschaft, das sind 90 Familien, deren gemeinsames Streben Weine mit Seele, Passion und Charakter sind. Jedes Mitglied kennt von klein auf die familieneigenen Weinstöcke und lässt ihnen die individuelle Aufmerksamkeit zukommen, die notwendig ist, um nachhaltig beste Trauben zu ernten. Wechselnde Begrünungen der Rebzeilen und das Einbringen von organischer Substanz erhalten ein lebendiges Bodenleben und erfüllen das Wort Mutterboden mit tieferem Sinn.

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In Abstimmung mit den Fachleuten der Genossenschaft wird für jeden Weinberg festgelegt, welcher Wein dort gedeihen soll und welche Maßnahmen für dessen Ausprägung notwendig sind. Unser Anspruch erfordert von unseren Winzerfamilien bis zu einem Drittel mehr qualitätsfördernde Handarbeit in ihren Weinbergen als andernorts allgemein üblich. Herz, Mut und Fleiß zeichnen schon seit jeher unsere Familien aus.

In vielen Weinbergen ist eine selektive Handlese für unsere Genossenschaft unverzichtbar. So ist am perfekten Lesetag nicht nur die ganze Familie gefragt, sondern man hilft sich unter den Winzerfamilien gegenseitig aus.

3. Vorbilder werden jedes Jahr ein Stück besser.

Anspruch, Fleiß und Ausdauer - für viele zu anstrengend. Wir wachsen täglich daran.
Denn wir geben nicht auf, Vielversprechendes zu integrieren und Bewährtes fortzuführen, um immer besser zu werden.


Unsere Weine sollen perfekt sein. Wir arbeiten jedes Jahr daran besser zu werden, aus unseren Erfahrungen zu lernen und Bewährtes fortzuführen - gemeinsam im Team. Permanent werden einzelne Maßnahmen in der Bewirtschaftung der Weinberge und im behutsamen Ausbau im Keller auf den Prüfstand gestellt. Vieles wird ausprobiert, Vielversprechendes integriert und Bewährtes fortgeführt. Jedes Jahr wartet man gespannt auf die Verkostung der ersten Jungweine, verkostet parallel aktuelle und gereifte Weine und versucht das letzte Stückchen zur absoluten Perfektion zu ergründen, um im nächsten Jahr wieder ein Stück näher an das geschmackliche Idealbild zu kommen.

Im Alltag rettet diese Hand Leben! Auch im Weinberg ist sie das wichtigste Arbeitsgerät. Hier heißt das Erfolgsrezept „echte Handarbeit“! Roland Vicedom, Genossenschaftswinzer seit 2011

4. Jeder Wein hat seinen Weinberg.

Viele sagen: Schau’n wir mal. Wir haben lieber ein klares Ziel vor Augen.
Die Qualität eines Weines wird vom Standort, dem Boden, der Rebe und dem Können des Winzers bestimmt. Jeder Einzelne weiß genau, was zu tun ist - darauf ist bei uns Verlass.


Die Abfüllung eines guten Weines beginnt bereits im Weinberg. Deshalb legen unsere Experten im Voraus fest, welcher Wein wo gedeihen soll und welche Maßnahmen für dessen Ausprägung notwendig sind. Bei der Wahl der Weinrebe legen wir großen Wert auf traditionelle, für die Region typische Sorten. Aber nicht nur die Rebsorte und die Weinbergslage, sondern vor allem unser Anspruch ist es, der darüber entscheidet, welches Etikett das Lesegut später tragen wird. Unsere Experten haben deshalb für jeden unserer Weine detaillierte Anforderungen an die Traubenqualität formuliert. Dies erfordert von unseren Winzerfamilien bis zu einem Drittel mehr qualitätsfördernde Handarbeit als andernorts üblich.

5. Im Keller lässt sich nichts mehr richten.

Die Winzer der Sommeracher Genossenschaft sind Musterschüler und machen ihre Hausaufgaben im Weinberg. Andere müssen im Keller nachsitzen.
Nur Tip-Top-Traubenqualität schafft es in unsere Fässer. Denn wir mögen keine Schminke, die versteckt das wahre Gesicht.


Hervorragende Weinqualität beginnt im Weinberg. Dieser Grundsatz verbindet unsere Genossenschaft mit den besten Winzern der Welt. Wir überlassen nichts dem Zufall und denken dabei anders. Die Rebsorte, der Boden und das Kleinklima sagen uns, was wir machen müssen, um Charakter, Geschmack und Persönlichkeit unserer Weine zu perfektionieren. Wie in der Küche, in der ein guter Koch auch nur das aus dem Topf holen kann, was er zuvor hineingibt, so können auch unsere Kellermeister die Qualität der Trauben, die wir in den Keller bringen, erhalten, diese aber keinesfalls verbessern. Wir akzeptieren im Weinberg keine Kompromisse. Unsere Vinifikation erfolgt behutsam und ohne korrigierende Eingriffe. Hierzu bedarf es ausschließlich erstklassigen Traubenmaterials.

Helmut Glaser im Austausch mit Jungwinzer Maximilian Then – Zwei Genossenschaftsgenerationen

6. Alles ist ein Teil des Ganzen.

Unsere Devise: Einer für alle – alle für einen.
Wir teilen Wissen, Erfahrung – und den Keller. Das macht uns stark. Zwei Hände? Einfach zuwenig für gute Qualität.


Jeder Einzelne gibt jahraus jahrein sein Bestes, um dem eigenen Weinberg, der oft weniger als 1000 m² groß ist, die beste Qualität an Trauben abzuringen. So ist es nicht verwunderlich, dass nicht nur Geschäftsleitung und Kellermeister, sondern jede einzelne Winzerfamilie stolz auf das Lob ist, das uns zu Teil wird. Wer so oft auf die Auszeichnung „Deutschlands beste Winzergenossenschaft“ zurückblicken darf, kann zuversichtlich in die Zukunft schauen.

7. Der Stil folgt Persönlichkeit.

Man kann anderen hinterher laufen oder seinen eigenen Weg gehen.
Trends sind nicht unser Ding, deswegen sind unsere Weine immer wie wir.


Das Bewusstsein für die Wurzeln prägt auch heute das Handeln. WINZER SOMMERACH – die Genossenschaft ist traditionsbewusst, aber gleichzeitig auch weltoffen und innovativ. Wir verknüpfen Vergangenheit und Zukunft. Schnelllebige Trends lassen wir an uns vorüberziehen, um dauerhaft Kostbares zu schaffen. Auch wenn „echte Handwerksarbeit“ wie ein Begriff aus längst vergangenen Zeiten klingt, so beschreibt er noch heute die tägliche Arbeit unserer 90 Winzerfamilien in ihren Weinbergen. Das Bestreben der Genossenschaft ist es daraus Weine mit einer eigenständigen Persönlichkeit abzufüllen, die die geschmacklichen Besonderheiten ihrer Herkunft widerspiegeln.