Sommeracher Katzenkopf

Weine aus unserer traditionellsten Weinbergslage füllen wir in den fränkischen Bocksbeutel. Wir verbinden diese Tradition mit klassischen, spätreifenden Rebsorten, die mit Ausnahme des fruchtsüßen Traminers, „fränkisch trocken“ vinifiziert werden. Diese Weine haben Stammplätze auf den Bestenlisten der Welt.

240 Millionen Jahre und die Langlebigkeit

Die Weine aus dem Katzenkopf verzaubern durch saftige Aromen gelber Früchte, Schmelz und Länge sowie ein mineralisches Rückgrat, welches die Weine langlebig und entwicklungsfähig macht. Dieser Charakter wird 1802 in den „historisch statistischen Beschreibungen des Hochstiftes Würzburg“ attestiert: „...auf dem Lande sind die besten Weine der Escherndorfer, Eivelstädter, Randersackerer, Sommeracher und der berühmte Callmuth.“ Alle diese Weine hätten „diese besondere Eigenschaft, dass sie sich in die Länge halten und mit der Zeit immer besser werden.“ Zu einer ähnlichen Einschätzung kam wenige Jahre früher bereits der Pfarrer Andreas Friedrich 1797 in den „Würzburger öffentlichen Anzeigen“, in denen er eine Klassifizierung der fränkischen Weine hinsichtlich Ihrer Herkunft erstellte. An der Mainschleife attestiert er neben dem Sommeracher Katzenkopf nur dem Escherndorfer und dem Volkacher aus dem Berg die nötige „Stärke“, der es besonders bei langer Lagerung bedarf. Nach Klassifikation des VDP Deutschland ist der Sommeracher Katzenkopf als Erste Lage eingestuft.

Die langlebigsten Weine des Katzenkopfes wachsen in den Bereichen des Berges, in denen der Muschelkalk früh ansteht, die Böden skelettreich sind und der lehmige mergelige Ton schwach vom Sand durchsetzt ist. Diese Formation verleiht den Weinen aus dem Katzenkopf die Vielschichtigkeit und Tiefe, die sie für ein außergewöhnliches Reifepotenzial brauchen.

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Der Katzenkopf, die berühmteste Sommeracher Weinlage, ist nach Südwesten ausgerichtet und steigt sanft zum Horizont hin an. Vor etwa 2,4 Millionen Jahren begann der Main sein Bett in unsere Landschaft zu graben und schuf damit unsere einzigartige Weinlandschaft. Während die gegenüberliegenden Hänge bereits im Schatten liegen, tauchen die Strahlen der Abendsonne den Sommeracher Katzenkopf nicht nur in ein zauberhaftes Licht, sondern füllen auch die Wärmespeicher des Bodens für die Nacht auf. Das einzigartige Kleinklima und der besondere Boden machen den Weinberg zu einem der besten Rebstandorte Frankens und seine Weine belegen Stammplätze auf den Bestenlisten nationaler und internationaler Weinverkostungen. Im Herz des Katzenkopfes befindet sich das wohl beste Teilstück, der Wilm und ein Gewann, welches die Winzer auch heute noch als Kösterei bezeichnen und welches bereits in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahre 1084 erwähnt wird. Der Bamberger Domprobst Ulrich schenkte dem Kloster Münsterschwarzach einige Weinberge in Sommerach, ein Ereignis, welches somit den urkundlichen Nachweis liefert, dass unser Katzenkopf schon seit Jahrhunderten als Herkunft hervorragender Weine geschätzt wird. Je nachdem, wo man sich im Berg befindet, variiert die Mächtigkeit und die Zusammensetzung der Bodenauflage über dem oberen Muschelkalk. Im Hangfuß ist der Boden leicht und tiefgründig und von der Sedimentation des Maines geprägt. Dieser Teil des Weinbergs ist prädestiniert für aromatische Weine, insbesondere den Traminer, der nach Aussagen älterer Winzer an die Stelle im Katzenkopf gepflanzt werden solle, an der das Flusstal am engsten ist. In den übrigen Teilen des Hanges wird die Bodenauflage in unterschiedlichem Ausmaß von Flugsanden geprägt, die den mergeligen Lehmboden, der von einem Skelett aus Muschelkalksteinen durchsetzt ist, leicht erwärmbar und ihn manchmal ausgesprochen hitzig machen. Allen voran bieten diese Bereiche des Berges ausgezeichnete Standortbedingungen für finessenreiche Silvaner, aber auch den Burgundersorten verleiht dieser Boden eine spannungsgeladene Filigranität und eine besondere mineralische Prägung.