90 Familien: Ein Name

Unsere Genossenschaft besteht aus 90 Familien. Kompromisslos erzeugen sie in ihren kleinen Parzellen Trauben für großartige Weine und überlassen dabei nichts dem Zufall. Ihr handwerkliches Können, die seit Generationen überlieferte Erfahrung und die Unermüdlichkeit jedes Einzelnen machen uns zu einem der besten Weinerzeuger der Region.

Die Andersdenker-Regeln:

1. Kleine Winzerfamilien garantieren bessere Trauben.

2. Vorbilder werden jedes Jahr ein Stück besser.

3. Jeder Wein hat seinen Weinberg.

4. Im Keller lässt sich nichts mehr richten.

5. Alles ist ein Teil des Ganzen.

6. Der Stil folgt unserer Persönlichkeit.

1. Kleine Winzerfamilien garantieren bessere Trauben

Jeden Handgriff im Weinberg selber machen – das schaffen die Großen nicht.
Für unsere 90 kleinen Winzerfamilien ist das selbstverständlich, sie kennen jeden Rebstock und sehen täglich nach dem Rechten.


Die Hege und Pflege der Rebstöcke wird über die Generationen hinweg von den Familienmitgliedern mit Herzblut, Erfahrung und Respekt vor dem eigenen Weinberg ausgeführt. WINZER SOMMERACH – die Genossenschaft, das sind 90 Familien, deren gemeinsames Streben Weine mit Seele, Passion und Charakter sind. Jedes Mitglied kennt von klein auf die familieneigenen Weinstöcke und lässt ihnen die individuelle Aufmerksamkeit zukommen, die notwendig ist, um nachhaltig beste Trauben zu ernten. Wechselnde Begrünungen der Rebzeilen und das Einbringen von organischer Substanz erhalten ein lebendiges Bodenleben und erfüllen das Wort Mutterboden mit tieferem Sinn.

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In Abstimmung mit den Fachleuten der Genossenschaft wird für jeden Weinberg festgelegt, welcher Wein dort gedeihen soll und welche Maßnahmen für dessen Ausprägung notwendig sind. Unser Anspruch erfordert von unseren Winzerfamilien bis zu einem Drittel mehr qualitätsfördernde Handarbeit in ihren Weinbergen als andernorts allgemein üblich. Herz, Mut und Fleiß zeichnen schon seit jeher unsere Familien aus.

In vielen Weinbergen ist eine selektive Handlese für unsere Genossenschaft unverzichtbar. So ist am perfekten Lesetag nicht nur die ganze Familie gefragt, sondern man hilft sich unter den Winzerfamilien gegenseitig aus.

2. Vorbilder werden jedes Jahr ein Stück besser.

Anspruch, Fleiß und Ausdauer - für viele zu anstrengend. Wir wachsen täglich daran.
Denn wir geben nicht auf, Vielversprechendes zu integrieren und Bewährtes fortzuführen, um immer besser zu werden.


Unsere Weine sollen perfekt sein. Wir arbeiten jedes Jahr daran besser zu werden, aus unseren Erfahrungen zu lernen und Bewährtes fortzuführen - gemeinsam im Team. Permanent werden einzelne Maßnahmen in der Bewirtschaftung der Weinberge und im behutsamen Ausbau im Keller auf den Prüfstand gestellt. Vieles wird ausprobiert, Vielversprechendes integriert und Bewährtes fortgeführt. Jedes Jahr wartet man gespannt auf die Verkostung der ersten Jungweine, verkostet parallel aktuelle und gereifte Weine und versucht das letzte Stückchen zur absoluten Perfektion zu ergründen, um im nächsten Jahr wieder ein Stück näher an das geschmackliche Idealbild zu kommen.

Im Alltag rettet diese Hand Leben! Auch im Weinberg ist sie das wichtigste Arbeitsgerät. Hier heißt das Erfolgsrezept „echte Handarbeit“! Roland Vicedom, Genossenschaftswinzer seit 2011

3. Jeder Wein hat seinen Weinberg.

Viele sagen: Schau’n wir mal. Wir haben lieber ein klares Ziel vor Augen.
Die Qualität eines Weines wird vom Standort, dem Boden, der Rebe und dem Können des Winzers bestimmt. Jeder Einzelne weiß genau, was zu tun ist - darauf ist bei uns Verlass.


Die Abfüllung eines guten Weines beginnt bereits im Weinberg. Deshalb legen unsere Experten im Voraus fest, welcher Wein wo gedeihen soll und welche Maßnahmen für dessen Ausprägung notwendig sind. Bei der Wahl der Weinrebe legen wir großen Wert auf traditionelle, für die Region typische Sorten. Aber nicht nur die Rebsorte und die Weinbergslage, sondern vor allem unser Anspruch ist es, der darüber entscheidet, welches Etikett das Lesegut später tragen wird. Unsere Experten haben deshalb für jeden unserer Weine detaillierte Anforderungen an die Traubenqualität formuliert. Dies erfordert von unseren Winzerfamilien bis zu einem Drittel mehr qualitätsfördernde Handarbeit als andernorts üblich.

4. Im Keller lässt sich nichts mehr richten.

Die Winzer der Sommeracher Genossenschaft sind Musterschüler und machen ihre Hausaufgaben im Weinberg. Andere müssen im Keller nachsitzen.
Nur Tip-Top-Traubenqualität schafft es in unsere Fässer. Denn wir mögen keine Schminke, die versteckt das wahre Gesicht.


Hervorragende Weinqualität beginnt im Weinberg. Dieser Grundsatz verbindet unsere Genossenschaft mit den besten Winzern der Welt. Wir überlassen nichts dem Zufall und denken dabei anders. Die Rebsorte, der Boden und das Kleinklima sagen uns, was wir machen müssen, um Charakter, Geschmack und Persönlichkeit unserer Weine zu perfektionieren. Wie in der Küche, in der ein guter Koch auch nur das aus dem Topf holen kann, was er zuvor hineingibt, so können auch unsere Kellermeister die Qualität der Trauben, die wir in den Keller bringen, erhalten, diese aber keinesfalls verbessern. Wir akzeptieren im Weinberg keine Kompromisse. Unsere Vinifikation erfolgt behutsam und ohne korrigierende Eingriffe. Hierzu bedarf es ausschließlich erstklassigen Traubenmaterials.

Helmut Glaser im Austausch mit Jungwinzer Maximilian Then – Zwei Genossenschaftsgenerationen

5. Alles ist Teil des Ganzen.

Unsere Devise: Einer für alle – alle für einen.
Wir teilen Wissen, Erfahrung – und den Keller. Das macht uns stark. Zwei Hände? Einfach zuwenig für gute Qualität.


Jeder Einzelne gibt jahraus jahrein sein Bestes, um dem eigenen Weinberg, der oft weniger als 1000 m² groß ist, die beste Qualität an Trauben abzuringen. So ist es nicht verwunderlich, dass nicht nur Geschäftsleitung und Kellermeister, sondern jede einzelne Winzerfamilie stolz auf das Lob ist, das uns zu Teil wird. Wer so oft auf die Auszeichnung „Deutschlands beste Winzergenossenschaft“ zurückblicken darf, kann zuversichtlich in die Zukunft schauen.

6. Stil folgt Persönlichkeit.

Man kann anderen hinterher laufen oder seinen eigenen Weg gehen.
Trends sind nicht unser Ding, deswegen sind unsere Weine immer wie wir.


Das Bewusstsein für die Wurzeln prägt auch heute das Handeln. WINZER SOMMERACH – die Genossenschaft ist traditionsbewusst, aber gleichzeitig auch weltoffen und innovativ. Wir verknüpfen Vergangenheit und Zukunft. Schnelllebige Trends lassen wir an uns vorüberziehen, um dauerhaft Kostbares zu schaffen. Auch wenn „echte Handwerksarbeit“ wie ein Begriff aus längst vergangenen Zeiten klingt, so beschreibt er noch heute die tägliche Arbeit unserer 90 Winzerfamilien in ihren Weinbergen. Das Bestreben der Genossenschaft ist es daraus Weine mit einer eigenständigen Persönlichkeit abzufüllen, die die geschmacklichen Besonderheiten ihrer Herkunft widerspiegeln.

Benno Then, seit 30 Jahren Teil der Genossenschaft. Pia Kempf, Genossenschaftswinzerin seit 2010. Reinhard Gräfner, Genossenschaftswinzer seit 1983, engagierte sich 27 Jahre ehrenamtlich im Aufsichtsrat der Genossenschaft.